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Prädiktive Aspekte der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms

Die Weiterentwicklung der Sequenziertechniken ermöglicht es, genomweite Analysen nun in die klinische Diagnostik einzubinden. Die Etablierung im klinischen Kontext wird eine stetig ansteigende Anzahl prädiktiver Hinweise auf bestimmte Erkrankungen mit Präventions- und Therapieoptionen nach sich ziehen. Gegenstand des interdisziplinären Forschungsverbunds ist es, die prädiktiven Potentiale der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms aus ethischer, rechtlicher und ökonomischer Perspektive zu analysieren. Welche Konsequenzen sich daraus für die ärztliche Verantwortungszuschreibung, die Rolle des Patienten im Hinblick auf seine Lebensführung und für die Definition von Gesundheit und Krankheit ergeben, soll geklärt werden. Mit der Einführung der Ganzgenomsequenzierung in die Diagnostik entstehen zudem zusätzliche Kosten für das Gesundheitswesen. Erste Ansätze einer Quantifizierung dieser Sequenzierverfahren zu prädiktiven Zwecken sollen gewonnen werden. Ziel des Verbundvorhabens ist die Entwicklung einer „Guten klinischen Praxis“ der Ganzgenomsequenzierung, die diese prädiktiven Potentiale zu handhaben vermag. Die Analyse der Probleme und die Erarbeitung der Lösungsstrategien erfolgt in drei Teilprojekten (Ethik, Recht und Gesundheitsökonomie). Die Teilprojekte Ethik und Recht sind in Heidelberg, das Teilprojekt Gesundheitsökonomie ist in Hannover angesiedelt. Entscheidend für die Projektarbeit ist, dass sie in engem Austausch mit naturwissenschaftlichen und medizinischen Experten erfolgen wird.

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Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kontakt:
Marika Plöthner